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Hamburg: An der Elbe brodelt der Streit
Deutschlands großer Streitatlas 2015
Streitwerte gehen in die Tausende
Bei den Hanseaten geht es um viel: Knapp 12 Prozent der Streitfälle drehen sich um einen Wert von mehr als 10.000 Euro. „Die Hamburger sind im Bundesvergleich sehr gut betucht. 2014 führten sie die Liste der kaufkräftigsten Bundesländer an“, weiß Decker. „Mit steigender Kaufkraft verändert sich auch das Konsumverhalten – die Werte der Anschaffungen werden höher. Damit verändert sich nicht selten auch die Bereitschaft, bei Unzufriedenheit zu streiten, vor allem, wenn es um höhere Streitwerte geht.“ Auch die zunehmende Streitdauer geht an die Substanz: Über 40 Prozent der Streitigkeiten werden in Hamburg erst nach mehr als einem Jahr beendet. Im Vergleich zu 2012 ist hier ein deutlicher Anstieg der Streitdauer um rund 5 Prozentpunkte zu beobachten.
Privates wird immer wichtiger
Wie auch im Bundesdurchschnitt dreht sich ein Großteil der Streitigkeiten in Hamburg um private Themen (40,2 Prozent). In diesem Bereich sind die Hamburger in den letzten Jahren sogar noch empfindlicher geworden: „Durch die zunehmende Digitalisierung unseres Alltages gibt es diverse potenzielle neue Streitthemen“, so Decker. „Beispielsweise drehen sich mittlerweile viele Streitigkeiten um mangelhafte oder nicht gelieferte Onlinebestellungen oder Handyverträge. Diese Streitigkeiten im Privatbereich kommen zu den klassischen Themen wie Reisemängel oder die Durchsetzung von Schadenersatz hinzu“, erklärt Decker den Anstieg der Streitfälle im privaten Bereich.
Die streitbare Generation Y holt auf
Während die Männer in Hamburg nach wie vor mehr streiten als die Frauen (66,4 vs. 33,6 Prozent), gibt es eine Verschiebung der Streitbarkeit in den Altersgruppen: Die jungen Menschen zwischen 18 und 35 Jahren machen mittlerweile gut 24 Prozent der Streithähne aus (plus 3,1 Prozentpunkte). Die Hanseaten ab 56 Jahren hingegen werden friedlicher – ihr Anteil an den Streitigkeiten ist um 3,9 Prozentpunkte auf 24,5 Prozent zurückgegangen. Diese Entwicklung folgt dem Bundestrend: Hier sind die Streitfälle der Jungen seit 2002 sogar um fast das Achtfache gestiegen.
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