
2. April 2025, 16:29 Uhr
Darf ich eigentlich? Osterfeuer anmelden: Was erlaubt ist und was verboten
Das Entzünden eines Osterfeuers ist für viele ein fester Bestandteil der Ostertradition. Doch darfst du ein Osterfeuer einfach so im eigenen Garten machen? Hier erfährst du alles Wichtige rund um die Anmeldung, die richtigen Brennmaterialien und weitere Voraussetzungen.
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Tradition trifft Vorschrift: Anmeldung des Osterfeuers verpflichtend
Die Anmeldung eines Osterfeuers ist – wie für alle größeren Feuer – in fast allen deutschen Kommunen verpflichtend. Diese muss bei der zuständigen örtlichen Behörde erfolgen, meist beim Ordnungsamt oder der Gemeinde. Diese Regelung soll verhindern, dass Osterfeuer als Vorwand für illegale Abfallverbrennung genutzt werden oder eine Brandgefahr für die Umgebung darstellen.
Je nach Gemeinde gibt es unterschiedliche Vorgaben, wie weit im Voraus die Anmeldung erfolgen muss. In vielen Städten ist eine Anmeldung mindestens fünf bis zehn Tage vor Ostern notwendig, in manchen Bundesländern gilt sogar eine Frist von 14 Tagen.
Die Bedeutung von Osterfeuer
Das Osterfeuer hat seinen Ursprung in vorchristlichen Bräuchen und diente als Symbol für die Vertreibung des Winters und den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Später wurde es in die christliche Osterfeier integriert und wird heute vielerorts als gesellschaftliches Ereignis begangen: etwa auf dem Kirchengelände oder auf dem Marktplatz.
Vorschriften fürs Osterfeuer im eigenen Garten
Wird dein privates Osterfeuer genehmigt, musst du bestimmte Auflagen zu Sicherheitsabständen, erlaubten Brennmaterialien, zur Größe des Holzstapels und dem Zeitrahmen des Feuers einhalten.
Die genauen Vorschriften unterscheiden sich nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern oft auch zwischen einzelnen Gemeinden:
- In Niedersachsen etwa müssen Osterfeuer generell angemeldet und genehmigt werden. Die Gemeinden legen dabei selbst fest, unter welchen Bedingungen die Feuer stattfinden dürfen.
- In Bremen sind Osterfeuer nur am Ostersamstag und Ostersonntag von 19 bis 24 Uhr erlaubt. Ebenfalls muss ein Mindestabstand von 200 Metern zu Gebäuden eingehalten werden. Spätestens 14 Tage vorher muss das geplante Osterfeuer der Ortspolizeibehörde gemeldet werden.
In manchen Regionen sind private Osterfeuer ganz verboten. Hier gelten durch die Kirche, die Feuerwehr oder Vereine begangene, öffentliche Osterfeuerbereits als Brauchtumspflege. In diesem Fall bleibt dir nur ein kleines Feuer im Garten – zum Beispiel in einer Feuerschale. Aber auch hier musst du darauf achten, dass es für deine Nachbarn nicht zu einer Rauchbelästigung kommt.

Osterfeuer ohne Brandgefahr: Wichtige Sicherheitsvorkehrungen
Wie alle Feuer können auch Osterfeuer schnell außer Kontrolle geraten. Daher gelten in vielen Regionen strikte Sicherheitsauflagen, etwa:
- Abstandsregeln: Du musst einen Mindestabstand von 50 Metern zu Gebäuden und Bäumen sowie 100 Metern zu Straßen einhalten.
- Feuer beaufsichtigen: Während des gesamten Abbrennens muss eine verantwortliche Person anwesend sein, um das Feuer zu überwachen.
- Windrichtung beachten: Starker Wind kann Funkenflug verursachen.
- Löschmittel bereithalten: Du solltest immer Wasser, Sand oder einen Feuerlöscher griffbereit halten.
- Feuerwehrzufahrt freihalten: Im Notfall muss die Feuerwehr ungehindert anfahren können.
Laut Deutschem Feuerwehrverband sind Unfälle mit Osterfeuern keine Seltenheit. Besonders Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt in der Nähe des Feuers spielen.
Wichtig: Falls sich das Feuer unkontrolliert ausbreitet, musst du natürlich sofort die Feuerwehr alarmieren.
Was darf verbrannt werden?
Beim Osterfeuer darfst du nur natürliche, unbehandelte Materialien verbrennen.
- Strauchschnitt
- Äste und Zweige
- Trockenes, unbehandeltes Holz
Verboten sind:
- Lackiertes, imprägniertes oder behandeltes Holz
- Sperrmüll, alte Möbel oder Autoreifen
- Kunststoffe, Pappe oder sonstige Abfälle
Diese Materialien setzen giftige Stoffe frei, die die Umwelt und deine Gesundheit gefährden. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden.
Achtung: Hast du den Holzstapel für das Feuer schon im Voraus vorbereitet, schichte ihn vor dem Anzünden unbedingt um. Es kann nämlich passieren, dass sich kleine Tiere wie Igel oder Vögel darin verstecken.
Diese Bußgelder drohen bei Verstößen
Wer ein Osterfeuer unangemeldet entzündet oder gegen Vorschriften verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland und von Gemeinde zu Gemeinde, liegen aber üblicherweise in folgenden Bereichen:
- Feuer ohne Aufsicht: bis 500 Euro
- Missachtung von Sicherheitsvorschriften: bis 1.000 Euro
- Unangemeldetes Osterfeuer: bis 5.000 Euro
- Verbrennen unerlaubter Materialien: bis 10.000 Euro
- Offenes Feuer in Waldnähe: bis 50.000 Euro
Viele Kommunen führen während der Osterzeit verstärkt Kontrollen durch. Wer ein illegales Feuer entzündet, riskiert also nicht nur eine Geldbuße, sondern auch einen Feuerwehreinsatz, der dem Verursacher in Rechnung gestellt werden kann.
Vielleicht musst du an den Osterfeiertagen auch arbeiten. Ob du beim Gehalt wenigstens auf einen Feiertagszuschlag hoffen darfst, verrät dir dieser Artikel.
FAQ
- Warum macht man Osterfeuer?
Osterfeuer hatten ihren Ursprung in vorchristlichen Bräuchen, bevor sie in die christliche Ostertradition integriert wurden. Sie dienten ursprünglich dazu, den Winter zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen.
- Wann ist ein Osterfeuer erlaubt?
Wann genau ein Osterfeuer erlaubt ist, kann lokal variieren. In Bremen sind Osterfeuer beispielsweise am Ostersamstag und Ostersonntag von 19 bis 24 Uhr erlaubt; allerdings nur unter Einhaltung der Vorschriften und nach Anmeldung.
- Ist ein Osterfeuer im eigenen Garten erlaubt?
Ein Osterfeuer im eigenen Garten ist üblicherweise nur erlaubt, wenn es angemeldet wurde, bestimmte Sicherheitsabstände eingehalten und erlaubte Brennmaterialien verwendet werden.
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